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Community Organizing
Community Organizing ist ein Sammelbegriff für verschiedene amerikanische Ansätze der Bewohner(innen)organisation in Stadtteilen. Es zielt auf langfristige und kontinuierliche Veränderung und baut als Basis dafür eine starke und tragfähige Organisation auf.
Dazu wird zunächst ein Gründerkreis (Sponsoring Comitee) mit Schlüsselpersonen aus bis zu 50 wichtigen intermediären Organisationen gebildet. Erst wenn die personellen und materiellen Ressourcen sichergestellt sind - zur Wahrung der Unabhängigkeit wird die Annahme staatlicher Mittel abgelehnt -, beginnt der Prozeß der Themenfindung. Grundlage bilden Tausende von Einzelgesprächen. Die Bewohner(innen) werden dazu zu Hause oder an ihren Treffpunkten aufgesucht; ihre Bedürfnisse und Interessen bilden den Ausgangspunkt aller weiteren Initiativen.
Im Mittelpunkt stehen Alltagsnähe und Konkretheit. Vorhandene Ressourcen werden genutzt. Das Vertrauen der Menschen in ihre eigene Handlungskompetenz soll geweckt werden. Community Organizing zielt aber weniger auf individuelle Hilfen. Es will vielmehr gemeinschaftliche Handeln und Solidarität entwickeln helfen und zur Interessenartikulation befähigen. Angestoßen werden sollen exemplarische Lernprozesse, aus denen neue Formen der gesellschaftlichen Selbstorganisation entstehen.
Die Geburtsstätte des Community Organizing ist Chicago. Als herausragende Persönlichkeit bei ihrer Entwicklung gilt Saul Alinsky (1909-1972). In Deutschland bemüht sich vor allem das Forum für Community Organizing um Umsetzung und Verbreitung der Ideen des Community Organizing.
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Autor: Markewitz, Silvio 2003-01-08 09:27:17 |